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Wie muss ein gutes Arbeitszeugnis gestaltet sein?

Arbeitgeber differenzieren zwischen einem einfachen und einem qualifizierten Arbeitszeugnis. Arbeitnehmer haben dabei immer ein Recht auf ein qualifiziertes Arbeitszeugnis mit umfangreichen Angaben.

Ein einfaches Arbeitszeugnis definiert sich als die Kurzform eines Arbeitszeugnisses. Es enthält ausschließlich Angaben über die Personalien des Angestellten und den Zeitraum, in welchem jener im Unternehmen beschäftigt war. Darüber hinaus müssen die Arbeiten, mit denen der Arbeitnehmer betraut war, absolut korrekt aufgelistet sein. Allerdings darf der Arbeitgeber bei dieser Auflistung keine qualitative Einschätzung der Leistung des scheidenden Arbeitnehmers einfließen lassen. Die Aussagen müssen völlig wertfrei ausfallen, denn das einfache Arbeitszeugnis enthält überhaupt keine Informationen über Führung oder Leistungen des Arbeitnehmers. Das Zeugnis dient ausschließlich dazu, dass sich ein neuer Arbeitgeber ein umfassendes Bild darüber machen kann, in welchen Bereichen ein Kandidat vormals tätig war.

Angaben zur Persönlichkeit des Angestellten und seine Leistungsfähigkeit enthält hingegen das qualifizierte Arbeitszeugnis. Entscheidet sich der Mitarbeiter zunächst für ein einfaches Zeugnis, verliert er trotzdem nicht das Recht auf ein qualifiziertes Arbeitszeugnis! Verlangt der neue Brötchengeber danach, ist der ehemalige Arbeitgeber in der Pflicht, nachträglich ein solches Arbeitszeugnis auszuhändigen. Natürlich fordern viele Arbeitgeber vor einer Neueinstellung die qualifizierte Variante des Arbeitszeugnisses. Infos zum bisherigen Tätigkeitsbereich reichen im Normalfall nicht aus, sagt eine solche Auflistung doch nichts darüber, wie der Bewerber sich bei diesen Tätigkeiten bewährt hat. Auch die menschliche Komponente ist bei einer Neueinstellung von Bedeutung. Oft kann man aus einem Zeugnis herauslesen, ob der Mitarbeiter sich in das bestehende Team einfügen kann oder nicht.

Häufig kann der neue Arbeitgeber aus einem Zeugnis auch mehr herauslesen, als es für den neuen Mitarbeiter im ersten Augenblick erkennbar ist. Der Gesetzgeber hat bestimmt, dass der Arbeitnehmer das Recht auf ein gutes Arbeitszeugnis hat, sobald er das Unternehmen verlässt. Dieser Zwang hat dazu geführt, dass Arbeitgeber mittlerweile eine geheime Sprache entwickelt haben. Was sich im Arbeitszeugnis auf den ersten Blick gut anhört, muss noch lange nicht gut sein. Potentielle Arbeitgeber entnehmen den Aussagen zwischen den Zeilen ziemlich genau, mit welchem Typ von Mitarbeiter sie es bei dem Kandidaten zu tun haben. Häufig sind nur kleine und kaum beachtete Bemerkungen im Zeugnis ausschlaggebend dafür, ob die Bewerbung erfolgreich wird. Auch wenn etliche Geheimcodes inzwischen nicht mehr erlaubt sind, ein qualifiziertes Arbeitszeugnis verrät häufig mehr als der Mitarbeiter glaubt. Professionelle Beratung ist im Zweifelsfall immer zu empfehlen!

15.6.17 21:54

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